Alte Schanze – neuer Matsch

Juli 17th, 2010 by admin

MSC Senne richtet tolle 11. Enduro-Rallye aus

Gesamtsieger Mark Risse fands „schön“ – das Zweistunden-Enduro in Paderborn auf der Alten Schanze. Der MSC Senne hatte zur 11. ADAC Enduro-Rallye geladen und viele kamen. Heimgesucht wurde das Gelände auch – vom Regen. Und die Heimgesuchten? Hatten einfach nur Spaß.

109 von 149 Starter kamen nach zwei Stunden fahren, schieben, hieven und fluchen ins Ziel. „Warum wir uns das antun? Keine Ahnung. Aber wir tun es ja freiwillig“, lautete ein Kommentar. Das verkrustete Gesicht im Helm lächelte erschöpft, war aber nicht zu erkennen. Die Gruppe 1 startete in eine liebevoll hergerichtete Landschaft. Matschige Bereiche angereichert mit Baumstämmen, netten Auffahrten, Treckerreifen. Zum Abkühlen gab es die eine oder andere Pfütze. Die Gruppe der Senioren, Damen und Anfänger konnte sich also gepflegt austoben. Die Spurrinnen und der Matsch war für einige dann doch zu viel. Aber das ist Enduro-Sport.

Mark Risse fands wie gesagt schön. Und während er sein Moped schon wieder blank poliert hatte, war mancher Fahrer noch nicht einmal im Ziel. Für den 25-jährigen GasGas-Fahrer ein Trainingswochenende. In dem Gesamtergebnis war Risse nach zwei Stunden und 14 Runden gut neun Minuten auf den Zweitplatzieren weggefahren. Patric Holz fand sich am Ende eine halbe Sekunde vor dem drittplatzierten Jörg Szillat. Viertplatzierter Stefan Montag war bereits mit einer Runde Rückstand ins Ziel gefahren. Der Sieger in der Klasse bis 250 ccm Torsten Landwehr hatte bereits drei Minusrunden auf dem Buckel.

Insgesamt gab es aus dem Fahrerlager Bestnoten für den Veranstalter. Während Risse die Veranstaltung als Überqualifizierter locker hinnehmen konnte, freuten sich die hinteren Ränge über ihre erfolgreiche Schinderei – ankommen war alles. „Der Verein hat es verstanden, eine fordernde und abwechslungsreiche Streckenführung auf den Berg zu zaubern. Da hat wirklich jemand seine Hausaufgaben gemacht. Es wurde alles geboten, was das Enduroherz höher schlagen lässt“, sagte Ingo Kloss. Der KTM-Fahrer aus Schwaney landete in der Klasse 3 startend auf gesamt 45.

Die nächste Veranstaltung ist am 20. Juni die Nikolaus-Wegener-Gedächtnisfahrt in Munster. Nach der Sommerpause geht es am 14. August nach Burg in Sachen Anhalt auf die spannende Geländefahrt. Notieren, freuen, hinfahren und – starten!

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